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HISTORIE

Die Idee, die betriebliche Praxis durch berufliche Ausbildung bzw. Langzeitpraktikum mit einem praxisbezogenen wissenschaftlichen Studium in einer Hochschule mit dualen Studiengängen zu vereinen, hat im Industrie- und Handelskammerbezirk zu Köln Tradition. Bereits 1992 gab es erste Bestrebungen, eine öffentlich-rechtliche Institution zu gründen, die die Lernorte Betrieb und Hochschule eng miteinander verzahnt. Trotz großer Bemühungen ließ sich dieses Vorhaben nicht realisieren. Mit gemeinsamer Unterstützung von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft konnte schließlich die Europäische Fachhochschule (EUFH) als staatlich anerkannte private Fachhochschule mit dualen Studiengängen in Brühl errichtet werden.

Nach einem aufwändigen Genehmigungsverfahren, in dem Studienkonzept, Ausrichtung der Studiengänge und Erfolgschancen von externen Gutachtern kritisch hinterfragt und positiv beurteilt wurden, erteilte das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen am 19. Juni 2001 der Europäischen Fachhochschule die staatliche Anerkennung.

Eröffnung des Studiengangs Handelsmanagement

Am 1. Oktober 2001 startete der Pionier-Studienjahrgang Handelsmanagement der Europäischen Fachhochschule in sein duales Studium.

Zu den Unternehmen, die sich „vom-Start-weg” engagierten und die enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis initiierten, gehören beispielsweise REWE, Schneidersöhne, POCO, Sport Sperk und Beton Union.

Am 13. November 2001 wurde in der Galerie am Schloß Augustusburg die Eröffnung offiziell gefeiert. Mehr als 130 Gäste lauschten den Grußworten von Michael Kreuzberg, Bürgermeister von Brühl, Werner Stump, Landrat des Erftkreises, Dr. Herbert Ferger, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Köln. Regierungspräsident Jürgen Roters betonte die durch das innovative duale Studienangebot resultierenden positiven Effekte für Nordrhein-Westfalen und dankte allen Beteiligten für die Mitwirkung an der Durchsetzung dieser Idee.

Villa Suermondt

Fast zeitgleich konnte auch das erste Campus-Domizil der EUFH bezogen werden. Hierbei handelte es sich um die Villa Suermondt. Das wunderschöne historische Gebäude liegt auf einem alten Parkgrundstück direkt im Brühler Stadtzentrum und sollte für die nächsten Jahre den Standort der EUFH bilden.

War noch bei der Eröffnungsfeier die Zahl der Gäste aus Politik und Wirtschaft größer als die Zahl der neu Studierenden, sollte sich dies bald ändern. Insbesondere Handelsunternehmen ergriffen sehr schnell die Chance, sich an einem Studiengang zu beteiligen, der exakt auf ihre Branche zugeschnitten ist und daher schnell einsetzbare Absolventen hervorbringt.

Daher hatte sich mit dem Studienbeginn des 2. Jahrgangs im Oktober 2002 die Zahl der Studierenden im Studiengang Handelsmanagement enorm vergrößert. Zudem fiel auch der Startschuss für den zweiten Fachbereich der Hochschule, Industriemanagement.

Viele Vertreter renommierter Unternehmen überzeugten sich von dem Konzept und den Studieninhalten des unmittelbar auf die Bedürfnisse der Industrieunternehmen ausgerichteten Studiengangs Industriemanagement. Schnell zeichnete sich ab, dass auch dieser Studiengang einen erfolgreichen Start haben würde.

Das schnelle Wachstum der Hochschule führte allerdings auch zu einem ansteigenden Platzbedarf. Gemeinsam mit der Stadt Brühl und dem Erftkreis wurde daher nach einem neuen Gelände Ausschau gehalten, das die Heimat der Europäischen Fachhochschule werden sollte.

Villa Büttner

Mit der Villa Büttner sowie dem dazugehörenden Gelände in der Kaiserstraße 6, ebenfalls in unmittelbarer Nähe zur Brühler Innenstadt gelegen, konnte ein Domizil gefunden werden, das eine unverwechselbare Campusatmosphäre aufweist. Die 1910 vom Brühler Architekten Josef Blied in Neobarockstil erbaute Villa kam 1922 in den Besitz des Elektrizitätswerks Berggeist (später RWE) und war u.a. Wohnsitz des Direktors Büttner.

Ein im hinteren Teil des Campus-Geländes liegender moderner Anbau bietet Seminarräume, Selbstlernstudios und PC-Säle.

Nach einigen Renovierungsarbeiten konnten im Juli 2003 die ersten Räume eingerichtet und bezogen werden.

Die weiter steigende Nachfrage nach Studienplätzen und der schnell wachsende Kreis von Kooperationspartnern aus der betrieblichen Praxis zeigen, dass sich die Kombination aus Praxisqualifikation, Berufserfahrung und Studium schon nach kurzer Zeit zu einem Erfolgsmodell für Studierende und Unternehmen entwickelt hat.

Inzwischen hat sich auch der dritte, im Jahr 2003 eingeführte, duale Studiengang Logistikmanagement hervorragend entwickelt. Das Angebot spricht gleichermaßen junge Studieninteressierte und Unternehmen aus der Logistikbranche an.

Im Jahr 2005 entließ die Europäische Fachhochschule die ersten Diplomanden. Dass alle Absolventen einen schnellen, sicheren Einstieg in das Berufsleben gefunden haben, bestätigt das erfolgreiche Konzept des praxisnahen und branchenspezifischen dualen Studiums.

Unterdessen belegt die junge Hochschule bereits Spitzenplätze im CHE-Ranking, insbesondere bei den Kriterien „Kontakt zu den Lehrenden” und „Arbeitsmarktbezug”.

2006 starteten nach den ersten Handelsmanagern auch die ersten Absolventen im Fachbereich Industriemanagement ohne Warteschleife in die berufliche Karriere.

Zeitgleich führte die EUFH erfolgreich den in Deutschland bisher in dieser Form einzigartigen dualen Studiengang Finanz- und Anlagemanagement ein, der auf die Anforderungen der Branche maßgeschneidert ist und den Studierenden entsprechend hervorragende Zukunftsperspektiven bietet.

Zum Start des Studienjahres 2006/2007 begrüßte die Europäische Fachhochschule 250 Erstsemester, die praxisnah und branchenspezifisch in Brühl Wirtschaft studieren werden. Die Zahl der Studierenden hat sich damit innerhalb von fünf Jahren rasant auf über 700 entwickelt.

Im Juni 2007 verabschiedete die Hochschule 85 Absolventinnen und Absolventen, darunter auch die ersten 18 Diplomanden des Studiengangs Logistikmanagement, der im Herbst 2003 gestartet war und sich seither sehr schnell und erfolgreich entwickelt hat.

Im Herbst 2007 nehmen wieder insgesamt rund 250 Erstsemester ihr duales Studium an der EUFH auf. Alle dualen Studiengänge der Europäischen Fachhochschule werden dann auf sechssemestrige Bachelor-Programme umgestellt. Ab Oktober war es auch möglich, in Brühl Wirtschaftsinformatik zu studieren. Schon jetzt ist das Interesse seitens der Unternehmen an diesem neuen dualen Studiengang sehr groß, so dass eine ähnlich positive Entwicklung wie bei allen anderen Studiengängen zu erwarten ist.

Nach ausgezeichneten Bewertungen der Bachelor-Programme durch die international renommierte Akkreditierungsagentur FIBAA folgte im Herbst 2008 die institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat ohne jede Auflage für volle zehn Jahre. Damit war die EUFH erst die dritte Hochschule im Land Nordrhein-Westfalen, die dieses Gütesiegel erhalten hat. Nachdem im Oktober 320 Erstsemester in das duale Studium gestartet waren, fiel im November der Startschuss für den ersten berufsbegleitenden Studiengang General Management, der in 7,5 Semestern zum Bachelor führt. Quereinsteiger haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, sofort mit dem vierten Semester zu beginnen.

Wegen der großen Nachfrage aus der Region und um zukünftig noch mehr jungen Leuten einen Studienplatz mit Top-Gütesiegel bieten zu können, fiel im Jahr 2009 die Entscheidung für einen zweiten Standort der EUFH in Neuss, wo die Hochschule mit den dualen Studiengängen Handels-, Industrie- und Logistikmanagement sowie mit dem berufsbegleitenden Programm General Management startet.

Seit dem Herbst 2009 rundet ein weiterer dualer Studiengang das Angebot der praxisnahen Bachelor-Programme ab: Vertriebsingenieurwesen startete mit rund 20 „Pionieren”, die die technischen Inhalte ihres Studiums an der Rhein-Erft-Akademie (REA) im nahen Hürth erlernen. Die zukünftigen Vertriebsingenieure werden einen sehr gefragten Kompetenz-Mix aus betriebswirtschaftlichem Fachwissen und technischem Know-how erlangen.

An ihrem neuen Standort in Neuss bietet die EUFH seit Oktober 2009 ihre dualen Programme Handels-, Industrie- und Logistikmanagement sowie den berufsbegleitenden Studiengang General Management auch in einer neuen Umgebung an. So ebnet sie noch mehr jungen Leuten den Weg zu einer ausgezeichneten Qualifikation. Im ersten Jahr nahmen rund 50 Erstsemester ihr Studium in Neuss auf.


 

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