Forschungsprojekte LIN.FOR

Am LIN.FOR wurde die Vorarbeit geleistet, die zu dem grundlegenden methodischen Ansatz an der EUFH med zur Erforschung von Diagnostik und Therapie in den verschiedenen Fächern führte.

Seit 2007 werden bereits Projekte am LIN.FOR durchgeführt. Hier finden Sie eine Übersicht über abgeschlossene und laufende Projekte:

Laufende Forschungsprojekte am LIN.FOR

  • DYSTEL (Dysgrammatismus -Therapie Effizienz und Lernkurven)

    Dystel, Forschung, Lehre

    Hintergund vom DYSTEL Projekt:

    • Untersuchung der Effektivität von Grammatiktherapie zu ausgewählten syntaktischen Störungsbildern
    • Durch frühe und systematische Sprachtherapie die Teilhabe der sprachauffälligen Kinder an der kindlichen Gesellschaft in Kindergarten und Tagespflege erhöhen

    Es ist wenig über die Frage bekannt, wie die Therapie von grammatischen Störungen aufgebaut sein muss, wie häufig sie stattfinden muss und wie alt die Kinder sein müssen/dürfen, um nachhaltige Erfolge zu erreichen. Im DYSTEL-Projekt werden diese Punkte untersucht und mit der systematischen Kontrolle der therapeutischen Sprache verknüpft. Die kindgerichtete Sprache in der Therapie hat sich in anderen Projekten des LIN.FOR bereits als wesentlich für den Erfolg der Therapie herausgestellt und wird im DYSTEL-Projekt weiterführend untersucht.

    DYSTEL ist eine Weiterentwicklung des Projektes „Lexikalische und syntaktische Therapie bei Kindern im Late-Talker-Stadium“ (LST-LTS-Projekt). Die dort bereits nachgewiesenen Effekte zu Effektivität und Effizienz für die Lexikontherapie werden im DYSTEL-Projekt auf die Grammatik erweitert.

    Im DYSTEL-Projekt werden die Kinder der Experimentalgruppe mit einer Grammatiktherapie therapiert, deren Inputstärke kontrolliert ist (vgl. Publikationen des LST-LTS-Projektes).

    Publikationen

    Siegmüller, J., Baumann, J. & Neumann, C. (2012). Therapie der Verbzweitstellung in der vergleichenden Einzelfallforschung. Vortrag präsentiert auf der ISES, Leipzig, 02.-04.11.2012.

    Siegmüller, J. (2013). Emergenzorientierte Grammatiktherapie auf der Grundlage der PLAN: Erste Ergebnisse des DYSTEL-Projektes. Spektrum Patholinguistik, 6, 5–45.

  • WFS - Wortfindungsstörungen evidenzbasiert therapieren
    • Untersuchung der Effektivität und Machbarkeit der Wortfindungsstörung durch externe Therapeuten
    • Durch die individuelle und systematische Therapie, soll die Teilhabe der sprachauffälligen Kinder an der kindlichen Gesellschaft in erhöhen werden

    Kinder mit einer Wortfindungsstörungen werden immer häufiger in den logopädischen Praxen angemeldet. Dieses Störungsbild manifestiert sich um das 5. Lebensjahr und kann einen sehr großen Leidensdruck und ein starkes Störungsbewusstsein beim Kind erzeugen. Die WFS-Therapie ist eine Weiterentwicklung der Therapie aus dem Patholinguistischen Ansatz und wurde systematisiert und bereits durch weitere Einzelfälle überarbeitet und angepasst.

    Zur Zeit haben Therapeuten in Deutschland die Möglichkeit, durch das LIN.FOR bei dieser Therapie supervidiert zu werden und einen Teil zur Forschung beizutragen, indem Sie die Forschungsdaten dem Institut zur Verfügung stellen.

Abgeschlossene Forschungsprojekte am LIN.FOR

  • TEXT (Kindliche Textproduktion als Marker für die Grammatikentwicklung zwischen 3 und 6 Jahren)
  • Therapieprojekte
    • Lexikalische und syntaktische Therapie bei Kindern mit komplexen Störungsbildern im Late-Talker-Stadium (LST-LTS-Projekt)
    • Sprachliche Intensivtherapie bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen (INTENSIV)
  • Projekte zu einzelnen Störungsbildern
    • Späte sprachlich-kognitive Reorganisation bei Williams-Beuren-Syndrom (REORG-WBS) in Zusammenarbeit mit Susanne van Minnen, Universität Gießen
    • Textproduktion und –Verstehen bei Patienten mit verschiedenen Demenzen (GENERATION)
    • WFS-WBS: Therapie der Wortfindungsstörung beim Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Williams-Beuren Syndrom
  • Entwicklung einer Forschungsethik für Kindersprachtherapieforschung
    • Therapiestudien mit Placeboverfahren – ethische Grundgedanken und Durchführungsmöglichkeiten (PLACEBO)

Ihr Ansprechpartner bei Fragen

Judith Beier
Fachliche Leitung LIN.FOR
0381 / 8087 - 260
lin.for@eufh.de

Irmhild Preisinger, Team Rostock, Koordination Forschunginstitut LIN.FOR

Irmhild Preisinger
Koordination Forschungsinstitut LIN.FOR
0381 / 8087 - 260
lin.for@eufh.de