Supply Chain Management Systeme
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Definition/ Begriffserklärung
Einleitung
Eine genaue Begriffsdefinition des Supply Chain Management stellt sich als äußerst schwierig dar. Es gibt unterschiedliche Ansätze darüber wie Supply Chain Management zu verstehen ist. Auf der einen Seite wird es mit Logistik gleichgesetzt, auf der anderen wird es als schnittstellenübergreifendes System gesehen, welches sich über die gesamte Wertschöpfungskette erstreckt. Wieder andere sind der Meinung Supply Chain Management beschreibt ein partnerschaftliches Verhältnis, welches sowohl gegenüber dem Lieferanten als auch dem Kunden gilt. In den nachfolgenden Absätzen werden einige dieser Ansätze näher beschrieben.
Unterschiedliche Sichtweisen des Supply Chain Management
Der erste Ansatz teilt das Supply Chain Management in vier Denkschulen ein1.. Hier betrachtet man zum einen die Chain Awareness (Erkenntnis), welche sich von der Rohstoffgewinnung bis hin zum Endverbraucher erstreckt. Eine andere Denkschule ist die Linkage (Verknüpfung) School. Diese betrachtet „logische Beziehungen und Verbindungen zwischen den beteiligten Organisationen“2 . Den Schwerpunkt bildet hierbei die Transportkostenentscheidungen. Die Information School ist eine weitere Einteilung nach dieser Sichtweise. Hierunter versteht man einen Informationsfluss, der sowohl zu als auch weg von den Beteiligten verläuft. Die letzte Denkschule ist die Integration School, welche die Prozesse- und Systemsicht betrachtet.
Des Weiteren hat sich eine Definition herauskristallisiert ,bei welcher man davon ausgeht, dass alle Produkte mit dem Wertschöpfungsprozess verbunden sind. Hierbei unterscheidet man zwischen dem internen und generischen Wertschöpfungsprozess. Der
interne Wertschöpfungsprozess beschäftigt sich nur mit der Wertschöpfungskette innerhalb eines Unternehmens, die Kunden und Lieferanten werden hierbei nicht mit einbezogen. Der generischer Wertschöpfungsprozess wird als „allgemein gültige, modular rekonfigurierbare Versorgungsströme von Organisationen“3 beschrieben. Des Weiteren wird die Supply Chain als ein „Netzwerk vertikal alliierter Unternehmungen“4 betrachtet, die gemeinsame Merkmale aufweisen. Zu diesen Merkmalen zählen eine gemeinsame Strategie, kooperative Zusammenarbeit und gemeinsame Verantwortung.
Bei einem weiteren Ansatz stützt sich das Supply Chain Management auf so genannte Säulen5. Auf der einen Seite ist es wichtig Kooperationen zu Lieferanten zu schließen. Man muss davon absehen Macht über den anderen ausüben zu wollen, sondern sich dazu entschließen ein partnerschaftliches Verhältnis einzugehen. Auf diese Weise soll es möglich werden für beide Seiten, sowohl für den Lieferanten als auch den Kunden, einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Auf der anderen Seite ist die Informationstechnologie ein wichtiger Faktor. Diese hat die Aufgabe die Kommunikation zwischen den Kooperationspartnern zu gewährleisten. In der Supply Chain, in der ein guter Informationsfluss herrscht, sind auch sinkende Lagerbestände und kürzere Versorgungsketten zu erleben.
Als letzter Ansatz soll die Beschreibung nach Scholz-Reiter vorgestellt werden6. Dieser teilt das Supply Chain Management in unterschiedliche Konzepte ein. Diese Konzepte sind davon abhängig welche Art der Kooperationsrichtung zwischen den beteiligten Gruppen zur Anwendung kommt. Zum einen betrachtet man hier die hierarchische Kooperationsrichtung. Es gibt bei diesem System ein Unternehmen, welches die Leitung der anderen übernimmt. Dieses Unternehmen stellt zumeist den Abschluss der Wertschöpfungskette dar und steht somit in direkter Verbindung mit dem Kunden. Alle anderen Unternehmen richten sich nach den Strategien und Planungen des führenden Unternehmens. Auf der anderen Seite steht die heteroarchische (Kunstwort aus heterogen und hierarchisch) Koordinationsrichtung. Hierbei stellt kein einzelnes Unternehmen die alleinige Führung der gesamten Kette dar, sondern es herrscht ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen den Beteiligten. Die Koordination innerhalb dieses Systems wird von allen Unternehmen zu gleichen Teilen erfüllt.
Allgemeingültigkeiten des Supply Chain Management
Trotz unterschiedlicher Ansätze stellen sich dennoch einige Gemeinsamkeiten heraus. Man ist sich darüber einig, dass das Supply Chain Management eine schnittstellenübergreifende Funktion ist, welche entlang der Wertschöpfungskette verläuft. Ebenfalls werden bei allen Ansätzen die Kunden und Lieferanten miteinbezogen. Unternehmen werden dazu veranlasst nicht nur innerhalb ihrer eigenen Wertschöpfungskette zu denken, sondern den gesamten Prozess von der Rohstoffgewinnung bis hin zum Verkauf an den Kunden in Betracht zu ziehen.
Zusätzlich lässt sich festhalten, dass das Supply Chain Management die Aufgabe hat den Material-, Informations- und Wertfluss sowohl unternehmensintern als auch –extern zu koordinieren und zu optimieren7. Eine wesentliche Hilfestellung liefert dabei das Operation Research. Dabei werden Aspekte wie die Qualität, die Quantität, die Preise sowie die Organisation der Lieferung beachtet8.
Außerdem ist es erforderlich nicht mehr funktionsorientiert zu denken, sondern prozessorientiert. Durch diese Umstellung kann ein besserer Informations- und Materialfluss entlang der Wertschöpfungskette entstehen. Mit Hilfe des Supply Chain Management sollen Schnittstellen innerhalb der Kette reduziert werden und die Wege zu den einzelnen Knotenpunkten verkürzt werden.
Durch eine Zusammenarbeit von Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen Wettbewerbsvorteile für alle Teilnehmer. Engpässe können schneller erkannt werden, Kundenanfragen können schneller bearbeitet werden. Das Supply Chain Management lässt sich wie folgt darstellen:
Es ist „ein ständiger Balanceakt“10 des SCM den konkurrierenden Zielen in gleichermaßen nachzukommen. Auf der einen Seite erhoffen sich alle eine gesteigerte Wettebewerbsfähigkeit, trotzdem möchten alle Teilnehmer ihre Autonomie, d. h. ihre rechtliche Selbstständigkeit, behalten.
Jedoch sind gerade diese Grundlagen des Supply Chain Management auch das größte Hindernis bei der Umsetzung. Die Unternehmen sind aktuell noch nicht bereit Informationen preis zu geben. Außerdem ist es immer noch schwierig dem anderen so viel Vertrauen entgegenzubringen, dass eine reibungslose Zusammenarbeit möglich wird.
Unabhängig davon, welche Art des Ansatzes man in einem Unternehmen vorfindet, ist es Aufgabe der Informationstechnologie diesen so gut wie möglich zu unterstützen. Innerhalb der IT müssen die unterschiedlichen Aufgaben und Prozesse integriert und optimal geplant werden. Die Schwierigkeit besteht darin eine Einheitlichkeit zu finden, die sowohl für Lieferanten, das Unternehmen als auch die Kunden passend ist.
Entstehung
Einleitung
Das Supply Chain Management ist eines der jüngeren Managementsysteme,welches dazu dient ein Unternehmen zu strukturieren. Entstanden ist die Idee für ein solches Management in Amerika in den 80er Jahren. Es dauerte noch ein weiteres Jahrzehnt, bis es auch in Europa zur Anwendung kam. Die Entstehung wird nun in den folgenden Absätzen näher beschrieben.
Geschichte
Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Logistik in Unternehmen ein immer wichtigerer Punkt. Zunächst war es nur wichtig die Abläufe innerhalb der Abteilungen zu koordinieren. Jedoch stellte sich dies als keine optimale Lösung heraus, denn die Mitarbeiter betrachteten nur die Aufgaben, welche sich innerhalb ihrer Abteilung befanden. Um aber einen reibungsloseren Ablauf im Unternehmen zu gewährleisten, war es erforderlich, dass die Mitarbeiter einen weiter reichenden Überblick über die Wertschöpfung im Unternehmen hatten. Aus diesem Grund begann man im Laufe der Zeit nicht mehr in Abteilungen zu denken, sondern in Prozessen und Funktionen. Man fing an den gesamten Wertschöpfungsprozess im Unternehmen als Ganzes zu sehen und die Logistik als eine Querschnittsfunktion dazu. Doch auch diese Betrachtungsweise im Unternehmen reichte ungefähr ab den 90er Jahren nicht mehr aus, um sich deutlich von der Konkurrenz ab zu heben. Gerade mit der Einführung der Just-in-Time-Lieferung wurde es immer wichtiger nicht nur einen Überblick über das eigene Unternehmen zu haben, sondern den gesamten Prozess der Wertschöpfung. Diese Betrachtungsweise herstreckt sich von dem Rohstofflieferanten bis hin zum Endkonsumenten.
Bereits zu Beginn der 60er Jahre wurde das erste geschäftsprozessunterstützende System eingeführt11, das so genannte MRP (Material Requirement Planning), was nur für die Materialplanung eingesetzt werden konnte. Mit dem MRP II (Management Resource Planning) – eingeführt in den 70ern – wurde dann zusätzlich die Ressourcenplanung mit einbezogen. Es dauerte ein weiteres Jahrzehnt bis Bereiche wie Buchhaltung, Controlling und Produktdatenmanagement ebenfalls in den Systemen mit abgedeckt wurden. Hierfür wurden die ERP-Systeme eingeführt. Im Zuge der Weiterentwicklung der Systeme war es auch erforderlich die Organisation innerhalb der Unternehmen umzustrukturieren. Die bis dahin angewendeten Aufbauorganisationen wurden in Ablauforganisationen umgewandelt. Des Weiteren wurde es wichtig funktionsorientiert zu denken. Aber auch das wurde bald durch eine prozessorientierte Sichtweise auf die Wertschöpfungskette abgelöst. Ein weiteres wichtiges Kriterium, welches sich erwiesen hat, ist die Konzentration auf Kernkompetenzen. Das Auslagern von Teilen der Produktion bewirkte ein immer größer werdendes Netzwerk zwischen Kooperationspartnern.
Die ersten Anbieter von SCM-Systemen
SAP und I2-Technologies gehörten zu den ersten Unternehmen, welche Supply Chain Management Systeme auf dem Markt anboten. Im Vergleich zu SAP ist I2-Technologies ein recht junges Unternehmen. Es wurde erst 1998 in Texas gegründet. SAP hingegen bereits zu Beginn der 70er Jahre12.
Angefangen hat SAP mit einem System, welches im Bereich des Rechnungswesens zum Einsatz kam. Schon früh setzte sich SAP das Ziel, ein System zu entwickeln, welches Plattformunabhängig ist und sämtliche Geschäftsprozesse darstellen kann. 1995 brachten SAP ein ERP-System heraus, welches weit reichend die Prozesse innerhalb eines Unternehmens darstellen konnte. Es wurde unter anderem das Finanzwesen, die Personalwirtschaft, das Qualitätsmanagement und die Vertriebslogistik. Auf Grundlage dieses Systems entwickelte SAP das SCM-System SAP APO, welches 1998 zum ersten Mal bei einem Unternehmen zur Anwendung kam. I2-Technologies entwickelten bereits 1988 ein umfangreiches ERP-System. Dieses System wurde dann 1995 zu einem SCM-System weiter ausgebaut. Mit diesem System war I2 so erfolgreich, dass es 1999 von der Gartner Group als Marktfüher in dem Bereich der SCM-Systeme ernannt wurde.
Ausblick
Im Zuge des eBusiness wird das Internet eine immer wichtigere Schnittstelle in der Kommunikation zwischen den Teilnehmergruppen innerhalb der Wertschöpfungskette. Auch die Unternehmen I2-Technologies und SAP nutzen das Internet für ihre weiterentwickelten Systeme. Den Teilnehmern wird die Möglichkeit geboten notwendige Informationen über das Internet zu empfangen und weiterzugeben. Somit wird eine noch effizientere Nutzung eines Supply Chain Managements gewährleistet. In erste Linie bietet das Internet u. a. die Möglichkeit Bestellungen zu tätigen, Preise nach zufragen, Verfügbarkeiten anzugeben. Diese Vorgänge können alle zur Echtzeit erfolgen. Des Weiteren ist es möglich, sich einen eigenen Marktplatz im Internet einzurichten und über diesen seine Produkte und Dienstleistungen anzubieten.
Funktionszweck und Funktionsweise eines Supply Chain Management - Systems
Überblick
Ein Supply Chain Management- System dient vorrangig als IT- Unterstützung der gesamten Wertschöpfungskette. D.h. es unterstützt alle relevanten wertschöpfenden Prozesse vom (Rohstoff)- Lieferanten bis zum Endverbraucher. Ein Beispiel hierfür wäre ein Automobilhersteller, der ein Supply Chain Management- System einsetzt, um die Bereitstellung von Teilen durch seine Zulieferer zu koordinieren und zu steuern.
Dieses Beispiel betrachtend kann überdies gesagt werden, dass das Supply Chain Management- System nicht nur unternehmensintern wirkt, sondern vielmehr unternehmensübergreifend. Dies erfordert eine stetige Zusammenarbeit aller an der Lieferkette beteiligten Mitglieder. Jedoch muss beachtet werden, dass hiefür vielfach eine Integration von verschiedensten Informationssystemen notwendig wäre bzw. ist. Um diese Integration zu erleichtern, decken Supply Chain Management- Systeme viele verschiedene Aufgaben ab. Diese lassen sich in drei Kategorien fassen13 :
- administrative Aufgaben
- operative Aufgaben
- strategische Aufgaben
Unter den administrativen Aufgaben fallen beispielsweise die Bedarfsplanung, die Produktionsplanung und die Absatzplanung. D.h. mit Hilfe des Supply Chain Management- Systems lässt sich z.B. planen wie viele Teile eines Materials oder wie viele Produkte für einen Zeitraum benötigt werden. Daraus kann sich auch die Planung einzelner Komponenten für die Fertigung ergeben und letztendlich die voraussichtliche Absatzmenge eines Produktes.
Auf diese Aufgaben greifen auch die operativen Aufgaben ein. Das Supply Chain Management- System kann helfen die Produktion zu steuern, das Lager zu verwalten und außerdem Aufträge zu bearbeiten und zu verwalten.
Bei den strategischen Aufgaben geht es vorrangig darum überhaupt eine Strategie für das Supply Chain Management zu entwickeln. Diese kann dann wiederum im Supply Chain Management- System umgesetzt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Möglichkeit im System Lieferketten zu modellieren14.
Um diese Aufgaben systemtechnisch abdecken zu können, gibt es grundlegende Basisfunktionen, die Supply Chain Management- Systeme enthalten. Auf diese Funktionen wird im nächsten Abschnitt genauer eingegangen.
Allgemeine Planungsfunktionen von Supply Chain Management- Systemen
Betrachtet man die Funktionen von Supply Chain Management- Systemen, so lässt sich feststellen, dass viele Systeme ähnliche Funktionen anbieten. Im Vordergrund steht dabei die Möglichkeit der „Planung“. Demnach ist die „Planungs- Funktion DIE grundlegende Funktion von Supply Chain Management- Systemen schlechthin. Jedoch muss man diese Funktion in weitere Schritte unterteilen, da ein Unternehmen in verschiedenen Bereichen planen muss.
Eine Möglichkeit ist die Unterteilung in die folgenden Punkte:
- strategische Planung
- Bedarfs- und Absatzplanung
- Produktionsplanung
- Distributionsplanung
- Transportplanung
Wie schon unter Punkt 1 beschrieben, geben die Funktionen eines Supply Chain Management- Systems dem Unternehmen verschiedene Möglichkeiten der strategischen Planung. Neben dem erwähnten Beispiel der Lieferkettenmodellierung, kann das System Analyse- Tools beinhalten, mit welcher finanzielle und logische Abläufe entlang der Lieferkette ausgewertet werden können. Dies könnten beispielsweise sein15 :
- Analyse der Auswirkungen bei langfristigen Änderungen des Produktportfolios
- Analyse von getätigten oder geplanten Investitionen
- Simulation von Variationen in den Kapazitäten von Produktion und Lager
- usw.
Die Bedarfs- und Absatzplanung zielt, wie der Begriff schon vermuten lässt, auf die Prognose des Bedarfs und möglichen Absatzes von Produkten in einem Unternehmen. Dabei bieten Supply Chain Management- Systeme die Möglichkeit die Planung auf der untersten Ebene, also dem Produkt, durchzuführen, aber auch innerhalb von Produktgruppen. Wenn z.B. der erwähnte Automobilhersteller baugleiche Fahrzeuge anbietet, jedoch in verschiedenen Farben, so kann die Absatzplanung für jede einzelne Lackvariante erfolgen, oder aber einfach für die gesamte Fahrzeug- Produktgruppe. Die Abgabe der Daten in das Supply Chain Management- System kann durch einen Manager im Unternehmen erfolgen (im Beispiel etwa durch einen Produktmanager).
Auf der anderen Seite, der Bedarfsplanung, kann der Automobilhersteller so ebenfalls Daten im System hinterlegen, die an den Lieferanten gehen. Diesem ist dadurch z.B. bekannt, wie viele Lackeimer welcher Farbe an den Hersteller zu welchem Zeitpunkt wohin geschickt werden müssen.
Verändert man die Situation des Beispiels etwas und setzt nun voraus, dass der Automobilhersteller die Lacke nicht fremd bezieht, sondern selbst herstellt, so ist man in der Produktionsplanungsfunktion des Supply Chain Management- Systems. Hierbei wird im System abgebildet welche Güter wann, in welcher Menge und wo zur Verfügung stehen müssen. Dabei kann das System unterstützen die Produktionsplanung zu verbessern. Es ist beispielsweise möglich 16
- die Auslastung der Ressourcen zu berücksichtigen
- Engpässe in der Produktion zu erkennen
- Lagerkapazitäten und – kosten zu optimieren.
Das System kann jedoch auch eine viel verfeinerte Planung unterstützen. So ist es möglich noch exaktere Planungsdaten einzugeben („Was wird wo von wem in welchem Zeitraum zu welchen Kosten hergestellt?“). Allerdings müssen hierbei die weiteren IT- Systeme im Unternehmen berücksichtigt werden, damit Schnittstellen zum Supply Chain Management- System vorhanden sind. Gibt es etwa beim Automobilhersteller ein Zeiterfassungssystem, so muss dies ggf. an das Supply Chain Management- System Informationen weitergeben, wenn z.B. ein Mitarbeiter erkrankt und in der Produktion ausfällt. Da dieser Mitarbeiter im System für eine Produktion geplant war, entsteht ein Engpass, den das Supply Chain Management- System melden muss.
Unter der Distributionsplanungsfunktion des Supply Chain Management- Systems versteht man die Möglichkeit systemseitig das Lager zu führen. Demnach ist diese Funktion eine Verbindung zwischen den genannten Funktionen Bedarfs- und Absatzplanung sowie Produktionsplanung. Da im Supply Chain Management die gesamte Lieferkette betrachtet wird, geht es bei der Distributionsplanung nicht nur um die eigenen Lager, sondern auch um Lager von Lieferanten und ggf. Kunden. Das Supply Chain Management- System bietet (bei vorhandenen Schnittstellen) die Möglichkeit andere Lagerstände einzusehen. So lässt sich überprüfen, ob ein bestimmtes Gut beim Lieferanten genügend vorrätig ist oder ob ein Kunde eine Nachbestellung eines Produktes benötigt. Dies kann soweit gehen, dass das Supply Chain Management- System bei Erreichen von Mindestbeständen 17 automatisch Bestellungen vorbereitet und ggf. versendet.
Bei der Transportplanungsfunktion geht es letztendlich darum den Transport von erzeugten Gütern und Produkten zu planen. Dies beinhaltet zum einen die Auswahl geeigneter Transportwege, zum anderen auch Planung von Touren, wenn man selbst die Waren ausliefert.
Die nachfolgende Grafik stellt noch einmal kurz die Funktionen zusammen:
Technische Struktur eines Supply Chain Management - Systems
Modellierung
In diesem Abschnitt soll erläutert werden wie die die technische Struktur eines Supply Chain Management- Systems aussehen kann.
Supply Chain Management- Systeme bieten, wie schon im Überblick erwähnt, die Möglichkeit die Lieferkette zu modellieren. Dies ist besonders wichtig, denn es muss ein Modell der Lieferkette vorhanden sein, damit es in ein Supply Chain Management- System implementiert werden kann18. Für die Modellierung wird das so genannte SCOR- Modell19 verwendet. Das Modell bildet alle relevanten, kundenbezogenen Geschäftsprozesse ab. Dies beginnt mit dem Auftragseingang und endet letztendlich mit dem Zahlungseingang des Kunden. Der Schwerpunkt wird auf die Modellierung der Prozesse gelegt, die mit den Materialflüssen zusammenhängen. Dies beinhaltet beispielsweise den Fluss von Rohstoffen, aber auch den Einsatz von Werkzeugen wie z.B. Hammer, Schweißgerät usw. Bei dem Modell ist somit zu beachten, dass es keine Marketing-, Vertriebs- oder Serviceprozesse darstellt. Ist die Modellierung erfolgt, kann es im Supply Chain Management- System implementiert werden.
Aufbau eines Supply Chain Management- Systems
Ein Supply Chain Management- System gliedert sich vorrangig in zwei Teile: die strategische Ebene und die operative Ebene. Je tiefer man in das das System schaut, umso mehr wird das System operativ. So bilden Prozesse wie die Auftragsverwaltung, die Lagerverwaltung oder der Einkauf die unterste Schicht des Supply Chain Management- Systems. Demnach setzt ein Supply Chain Management- System auf ein Enterprise Ressource Planning- System auf. Durch Schnittstellen können die Daten, die bei diesen Prozessen auftreten und nachfolgend kontrolliert wurden, in eine höhere Ebene gelangen, die Ausführungsebene. Hier wird der Auftrag verwaltet. Dies beinhaltet sowohl die Steuerung der Fertigung als auch die des Transports von Waren. Zu beachten ist, dass es sich hierbei um eine Steuerungsebene handelt. Erst in der darüber liegenden Ebene findet die eigentliche Planung statt. Wie auch schon bei den Funktionen des Supply Chain Management- Systems erwähnt, erfolgt hier die Absatzplanung, die Beschaffungsplanung, die Produktionsplanung und die Transportplanung. Auf der obersten Ebene befindet sich die Modellierung, auf welcher die darunter liegenden Ebenen aufbauen.
Dieser Zusammenhang der Ebenen wird durch die nachfolgende Abbildung20 verdeutlicht:
Realisierung eines Supply Chain Management- Systems
Da das Unternehmen durch ein Supply Chain Management- System auf Lieferanten und Kunden zugreifen will, muss eine Anbindung dieser Gruppen an das System erfolgen. Ein Beispiel hierfür ist die Online- Realisierung. Dabei können Lieferanten und Kunden, aber auch beispielsweise eigene Produktionsstandorte, über das Internet an das Supply Chain Management- System angebunden werden. Daten können online eingegeben oder hochgeladen werden. Um die Sicherheit bei diesem Prozess zu gewähren, werden VPN21 - Verbindungen realisiert. Dies lässt sich anschaulich am Beispiel des Automobilherstellers grafisch verdeutlichen22 :
Zulieferer, Fachhändler und die Produktionsstätte Hamm sind über VPN an das Supply Chain Management- System angeschlossen. Das System selbst ist in der Produktionsstätte Wolfsburg angesiedelt, sodass diese über eine Direktverbindung zum System verfügt. Auch das Lager ist über eine LAN- Verbindung direkt an das Supply Chain Management- System angeschlossen.
Um die technische Realisierung noch weiter zu erläutern, soll kurz ein einfaches Datenmodell23 den Datenfluss im Supply Chain Management- System darstellen. Hierfür wird erneut auf das Beispiel des Autoherstellers zurückgegriffen.
Im System werden Angaben von den Zulieferern zu ihren Produkten eingeben. Dies könnte z.B. der Verkaufspreis sein oder die aktuell auf Lager liegende Teileanzahl. Die Angaben zu den produzierten Teilen, d.h. zu Fremdbauteilen und Teilen aus der eigenen Produktion, fließen in die „Fahrzeugstammdaten“ mit ein. Die Fahrzeugstammdaten werden letztendlich in anderen Modulen des Supply Chain Management- Systems weiterverwendet, z.B. in der Absatz, - Beschaffungs- und Fertigungsplanung.
Das Datenmodell wird durch die nachfolgende Grafik verdeutlicht:
Marktanalyse / Beispiele für Supply Chain Management - Systeme
Dieser Abschnitt beschreibt kurz die Marktsituation für SCM- Systeme und nennt die bedeutendsten Anbieter in diesem Bereich. Außerdem wird anhand eines Beispiels genauer beschrieben, wie das Supply Chain Management systemgestützt ablaufen kann. Hierzu wird die Software SAP SCM (hier besonders den SAP APO) betrachtet, die Ergänzung zu SAPs Hauptprodukt R/3 für den Bereich SCM.
Marktsituation
Der Markt für SCM-Systeme kann in zwei Bereiche aufgeteilt werden: Systeme von klassischen SCM- Spezialisten sowie Systeme von großen Standardsoftwareherstellern. Letztere sind z.B. SAP oder Oracle, die bereits mit anderen operativen Systemen, hauptsächlich ERP-Systemen, reichlich Erfahrung gemacht haben. Aus dieser etablier-ten Marktstellung heraus drängen immer mehr große Anbieter in den SCM- Markt. Besonders Oracle hat sich durch Zukäufe von zum Teil großen Konkurrenten (z.B. PeopleSoft) im Bereich SCM- Systeme auch auf diesem Gebiet einen Namen gemacht. Zu den bekanntesten dieser „Generalisten“ gehören SAP (mit SAP SCM), Oracle (u.a. mit dem übernommenen Konkurrenten PeopleSoft und dessen Enterprise SCM), JDA Software (nach der Übernahme des SCM- Spezialisten Manugistics) und Infor (ehemals Baan, mit Infor SCM). Die bekanntesten Anbieter für reine SCM- Systeme sind unter anderem i2 (mit RHYTHM) und Logility mit Logility Value Chain Management24. Nach Schätzungen des Marktforschungsunternehmens Gartner beläuft sich der Marktanteil im Bereich SCM- Systeme von SAP und Oracle zusammen bereits auf knapp 40% (Stand 2007, siehe Tabelle25)
Supply Chain Management mit SAP APO
Der SAP APO (Advanced Planner and Optimizer) ist wesentlicher Bestandteil von SAPs SCM- Lösung „SAP SCM“. SAP APO lässt sich aber auch als webbasierte Applikation für SAP R/3 integrieren26. Die Darstellung in diesem Abschnitt ist angelehnt an Gronau, 200427.
Aus Sicht des Anwenders beinhaltet SAP APO die folgenden Funktionen:
- Globale Verfügbarkeitsprüfung
- Nachfrageplanung
- Planung des Zuliefernetzwerks
- Produktionsplanung und Feinterminierung
Das so genannte Supply Chain Cockpit dient als zusätzliche Komponente der Visualisierung der gesamten Liefererkette.
APO ist mit operativen (ERP-)Systemen verknüpft, die ihm die benötigten Daten zu Aufträgen, Verfügbarkeiten, etc. liefern. Außerdem ist das Data Warehouse von SAP mit angebunden (SAP-BW).
Globale Verfügbarkeitsprüfung
„Die globale Verfügbarkeitsprüfung […] als wesentliche Auskunftskomponente eines Supply Chain Management Systems ist in APO als regelbasierte Strategie zur Abstimmung von Angebot und Nachfrage realisiert28.“ Dabei werden sowohl die Änderungen des Endkundenbedarfs simuliert als auch Verfügbarkeits- und Kapazitätsprüfungen in Echtzeit durchgeführt.
Methoden, um eine Abstimmung von Angebot und Nachfrage zu erreichen, sind:
- die Produktsubstitution (falls bestimmte Baugruppen oder Fertigprodukte nicht verfügbar sind),
- die Standortalternative (falls am ursprünglich vorgesehenen Ort keine Verfügbarkeit gewährleistet werden kann, können alternative Fertigungs- oder Auslieferungsstandorte gewählt werden),
- die (kurzfristige) feste Zuordnung von Produkten zu bestimmten Kunden oder Aufträgen (diese festen Zuordnungen werden dann in der Verfügbarkeitsprüfung des Systems berücksichtigt).
Nachfrageplanung
„Die Nachfrageplanung in APO stellt Vorhersage- und Planungswerkzeuge zur Verfügung, um Änderungen der Nachfrage frühzeitig erkennen und berücksichtigen zu können.“29 Die Fähigkeit, eine solche Vorhersage möglichst genau machen zu können entscheidet maßgeblich über die Qualität der weiteren Planung in der Lieferkette. Um diese zu erreichen müssen eventuelle Nachfragemuster erkannt werden. Hierzu kann in SAP APO das Kaufverhalten der Kunden aufgrund beliebiger Faktoren modelliert werden. Die dafür benötigten Daten können beispielsweise aus einem operativen Customer Relationship Management- System oder dem Vertriebsmodul des ERP- Systems entnommen werden. Die aus den Modellen gewonnenen Erkenntnisse fließen dann im Data Warehouse zusammen und können mit den anderen Teilnehmern der Lieferkette abgestimmt werden.
Die Hauptfunktion der Nachfrageplanung ist die Festlegung von Nachfragegrößen und die daraus resultierenden Liefermengen und -termine für alle beteiligten Lieferanten. Um die Anlagen bestmöglich auszulasten werden Kapazitätsvorhersagen getroffen. Dies kann über mittlere Zeiträume oder, zur Unterstützung der strategischen Planung, in Form von Langzeitprognosen erfolgen.
Planung des Zuliefernetzwerks
Aus der Nachfrageplanung geht die Planung des Zuliefernetzwerks hervor. „Diese Funktion prüft, ob und wie die zuvor modellierte Nachfrage in der Lieferkette abgedeckt werden kann.“30 Dabei werden alle Elemente (Fabrik- und Lagerstandorte, Auslieferungswege, etc.) der Lieferkette in einem grafischen Modell angezeigt. Basierend auf diesem Modell wird der eigene Bedarf mit den Kapazitätsmöglichkeiten, dem Materialfluss, den Herstellungskosten, etc. der Lieferanten abgeglichen.
Um einen Abgleich zu erreichen können auch dynamische Simulationen durchgeführt werden, z.B. das Hinzuziehen weiterer Lieferanten oder Vertriebsstandorte.
Produktionsplanung und Feinterminierung
„Die in APO realisierte Produktions- und Feinplanung ermöglicht das rasche Umplanen bei Veränderungen in der Nachfragesituation. Eine aus dem Vertriebsmodul des ERP-Systems stammende Auftragsanfrage wird als Verfügbarkeitsprüfung an APO weitergeleitet.“31 Die Komponente „Produktions- und Feinplanung“ ermittelt aus den verfügbaren Kapazitäten und Materialien einen Verfügbarkeitstermin für diese Anfrage. Dabei wird nicht nur der neue Auftrag berücksichtigt: eine wesentliche Funktion der Produktions- und Feinplanung von APO ist, dass bei jedem Auftrag, der in das System kommt, automatisch alle anderen überprüft werden. Anhand der Fälligkeitstermine werden die Auf-träge dann ggf. vorwärts oder rückwärts terminiert. Diese Terminänderungen werden anschließend automatisch mit allen anderen Ebenen der Liefererkette synchronisiert. Auch in der Produktions- und Feinplanung erfolgt eine detaillierte Kapazitätsplanung durch Simulationen. Können Materialien nicht in der erforderlichen Zeit produziert oder beschafft werden erscheint eine Meldung auf dem Alarmmonitor.
In der folgenden Grafik wird die Benutzeroberfläche von APO dargestellt:
Chancen und Risiken von SCM- Systemen
In diesem Anschnitt werden die Chancen und Risiken von SCM- Systemen betrachtet, insbesondere für den Handel, und was die neue RFID- Technologie (Radio Frequency Identification) für das Supply Chain Management im Allgemeinen und auch für die SCM- Systeme bedeutet.
Chancen für Supply Chain Management- Systeme
Das Interesse der genannten großen Softwareanbieter wie SAP und Oracle am Markt für SCM- Systeme lässt die Wichtigkeit der Systeme in der Zukunft bereits vermuten. Eine branchenübergreifende Studie der University of Arkansas unter 123 Produktions-unternehmen aus dem Jahre 2006 hat gezeigt, dass Unternehmen durch die Einführung von IT- gestütztem Supply Chain Management in allen Bereichen der Wertschöpfungskette Kosten einsparen konnten. Dies betrifft nicht nur die einzelnen Prozesse innerhalb der Kette, sondern zieht sich durch alle Bereiche im Unternehmen – von Produktionskosten bis hin zu Vertriebs- und Verwaltungskosten. Durch den Einsatz von SCM- Software konnten die Unternehmen nachweislich dauerhaft ihren Gewinn steigern32. Das Potential haben auch die Unternehmen erkannt: laut Gartner nahm der globale Markt für SCM- Systeme im Jahr 2007 um 18% zu33.
Risiken für Supply Chain Management- Systeme
Die Anforderungen von Kunden an SCM- Systeme sind je nach Branche und Struktur sehr unterschiedlich. In diesem Punkt unterscheiden sich SCM- Systeme von ERP- Sys-temen. Deshalb schreitet auch die Marktkonsolidierung im Bereich SCM- Systeme nicht so rasch voran wie im ERP- Segment. Trotzdem haben es Spezialanbieter für SCM- Software „[…] schwer, sich gegen die Applikations-Suiten der großen Hersteller zu behaupten, die neben ERP-Funktionen auch SCM-Module anbieten.“34 Die Marktentwicklung lässt befürchten, dass sich gerade „kleine“ SCM- Anbieter nicht gegen die Marktbeherrscher durchsetzen können werden.
Ein bedeutendes Risiko bei SCM- Systemen ist, dass gerade kleinere Unternehmen in-nerhalb einer Lieferkette möglicherweise in ein System gedrängt werden, dessen techni-schen Anforderungen sie finanziell und vom Personalaufwand her nicht gewachsen sind. Wenn außerdem ein Optimum in einem Liefernetz gefunden wurde, bedeutet es nicht gleichzeitig, dass es auch für jeden einzelnen Teilnehmer das Optimum ist. Gerade durch errechnete Anpassungen in der Kette entstehen möglicherweise Konflikte. Nicht zuletzt werden die Anforderungen an das Supply Chain Management und damit auch an die SCM- Systeme immer höher und komplexer. Durch zu hohe Ansprüche von Unter-nehmen und zu komplexe Netze droht die Entwicklung und Einführung von SCM- Standardsoftware in vielen Unternehmen zu scheitern35.
Supply Chain Management- Systeme im Handel und RFID
Gerade für Handelsunternehmen spielt das Thema Supply Chain Management- Soft-ware eine zunehmend wichtige Rolle. Laut einer Untersuchung der Unternehmensbera-tung McKinsey & Company mit 33 Handelsunternehmen, die zusammen rund 25% des europäischen Umsatzes im Lebensmitteleinzelhandel ausmachen, ist die „automatische Nachversorgung“ eines der wichtigsten Supply- Chain- Themen, auch für die nächsten Jahre. Diese durch ein SCM- System zu realisieren, welches auch Lieferanten mit an-bindet, halten viele der Befragten für ein Thema, das vor allem in den nächsten 2-5 Jah-ren enorm an Bedeutung gewinnen wird36. Der Hoffnungsträger im Bereich Supply Chain Management, RFID37 , erfüllt bis jetzt noch nicht ganz die hohen Erwartungen: Tests zeigen eine Lesegenauigkeit von teilwei-se deutlich unter 90% und noch zu hohe Preise für die Chips. Viele Handelsunterneh-men sind daher entweder von der Technologie noch nicht überzeugt oder warten mit der Implementierung ab. Der Großteil der von McKinsey & Company Befragten hatte im Jahr 2005 noch keine RFID- Kennzeichnung bei den Herstellern eingefordert. Bereits jetzt nutzen einige Unternehmen RFID- Technologie zum Kennzeichnen von Paletten und Umverpackungen, nicht aber auf Produktebene. Wie die Umfragen zeigen wird dieser Trend auch in naher Zukunft beibehalten. Bis 2010 sollen mehr als die Hälfte aller Paletten und etwa ein Drittel der Umverpackungen mit RFID- Chips ausgestattet sein. Auf der Ebene der Produktverpackungen wird sich laut den führenden Händlern nicht viel bewegen38.
Der Hauptgrund zur Einführung von RFID- Kennzeichnung ist für viele Unternehmen im Handel die lückenlose Rückverfolgung von Produkten bzw. Paletten. Eine optimale Lösung wäre eine Anbindung an ein SCM- System, mit dem auch alle Vorlieferanten verbunden sind.
Fazit
Durch ein gut durchdachtes und richtig angewendetes Supply Chain Management kann sich ein Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen. Es ist wichtig, dass alle Teilnehmergruppen mit Hilfe eines entsprechenden SCM-System eine ständige Kommunikation haben. Sowohl der Material- als auch der Informationsfluss lassen sich so optimieren, was auch einen positiven Effekt auf die Kosten hat.
Wie es sich herausstellt ist die Struktur eines Supply Chain Management- Systems sehr komplex und kompliziert. Eine einfache Darstellung eines gesamten Systems ist schwierig, aber dennoch notwendig. Nur durch eine vollständige Dokumentation kann man einen Überblick darüber behalten, wo sich die Schnittstellen des Systems befinden und auf welche Daten in den verschiedensten Modulen des Systems zugegriffen wird.
Der Markt für SCM- Systeme ist hart umkämpft. Daher haben es gerade kleinere Anbieter oft schwer. Jedoch haben sie den Vorteil, dass sie sich auf die vielfältigen Anforderungen einzelner Branchen spezialisieren können, was „Generalisten“ unter den Anbietern nicht ohne weiteres können.
Viele Unternehmen haben bereits die Vorzüge des IT-gestützten Supply Chain Managements kennen gelernt. Weiter folgen mit Sicherheit. Trotz einiger – zum Teil berechtigter – Skepsis entwickelt sich der Weltmark eher für die SCM- Systeme. Dennoch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass dich Anforderungen an ein solches System auch in Zukunft noch wesentlich komplexer werden.
1. Vgl. Werner, H.: Supply Chain Management. Grundlagen, Strategien, Instrumente und Controlling, S. 9ff.
2. eb. S.10.
3. eb. S.11.
4. eb. S.11.
5. Vgl. Kuhn, A., Hellingrath, H.: Supply Chain Management, Optimierte Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette, S. 22ff.
6. Vgl. Gronau, N.: ERP und SCM – Architektur und Funktionen, S. 209ff.
7. Vgl. Arndt, H.: Supply Chain Management, Optimierung logistischer Prozesse, S. 46.
8. Vgl. Vgl. Werner, H.: Supply Chain Management. Grundlagen, Strategien, Instrumente und Controlling, S. 23ff.
9. Kuhn, A., Hellingrath, H.: Supply Chain Management, Optimierte Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette, S. 10.
10. Werner, H.: Supply Chain Management. Grundlagen, Strategien, Instrumente und Controlling, S. 23.
11. Heidrich, J.: Implementierung von Supply Chain Management Systemen in der Stahlindustrie, S. 109.
12. Eb. S. 34ff.
13. Vgl. Lehner, F., Wildner, S. u. Scholz, M.: Wirtschaftsinformatik, Eine Einführung, S. 177.
14. Vgl. eb., S. 177.
15. Vgl. Gronau, N.: ERP und SCM – Architektur und Funktionen, S.227.
16. eb., S.236.
17. Als Mindestbestand wird die Warenmenge bezeichnet, ab welcher eine Nachbestellung der Ware notwendig ist
18. Vgl. Gronau, N.: ERP und SCM – Architektur und Funktionen, S.223.
19. abgekürzt für „Supply Chain Operation Reference“- Modell.
20. Vgl. Gronau, N.: ERP und SCM – Architektur und Funktionen, S.226.
21. abgekürzt für „Virtual Private Network“; eine Netzwerkverbindung über das Internet, welche verschlüsselt realisiert wird.
22. eigene Grafik.
23. Eigene Grafik nach Bodmer, U. und Horvath, L., „Gläserne Produktion“ von Fleisch unter Berücksichtigung von Informationstechnologien, in: http://www.gil.de/publications/zai/archiv/ R8_20020014.pdf, S. 3, zugegriffen am 16.06.2008.
24. Vgl. NetSkill AG: Der SCM-Markt im Überblick, in
http://www.competence-site.de/pps.nsf/BFF19F025BF4C03BC1256CBB0051313D/$File/e_interview_scm_markt.pdf, zugegriffen am 16.06.2008.
25. computerwoche.de: SAP und Oracle kämpfen um die Krone im SCM-Markt, in http://www.computerwoche.de/knowledge_center/scm_rfid/1866485/index2.html, zugegriffen am 15.06.2008.
26. Vgl. Heidrich, J.: Implementierung von Supply Chain Management Systemen in der Stahlindustrie, S. 109.
27. Vgl. Gronau, N.: ERP und SCM – Architektur und Funktionen, S. 237ff.
28. Eb., S. 239.
29. Eb., S. 239.
30. Eb., S. 240.
31. Eb., S. 241.
32. Vgl. Richardson, V. und McGowan, M.: Reducing Expenses, Increasing Profits, in http://dailyheadlines.uark.edu/9164.htm, zugegriffen am 15.06.2008.
33. computerwoche.de: SAP und Oracle kämpfen um die Krone im SCM-Markt, in http://www.computerwoche.de/knowledge_center/scm_rfid/1866485/index2.html, zugegriffen am 18.06.2008.
34. Vgl. eb.
35. Vgl. Gronau, N.: ERP und SCM – Architektur und Funktionen, S. 243.
36.Vgl. Thonemann, U., Behrenbeck, K., Küpper, J., Magnus, K.-H.: Supply Chain Excellence im Handel, S. 181f.
37. RFID (Radio Frequency Identification) ist ein Verfahren zum berührungslosen Auslesen eines Mikro-chips mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen. Diese Mikrochips können an jedem Gegenstand o-der Lebewesen angebracht werden.
38. Vgl. eb., S. 193f.
Quellenverzeichnis
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Gabler; Auflage: 3., akt. u. überarb. A. (August 2006)
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Heidrich, J.: Implementierung von Supply Chain Management Systemen in der
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Kuhn, A., Hellingrath, H.: Supply Chain Management, Optimierte Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette, Springer, Berlin 2002; Auflage: 1
Lehner, F., Wildner, S. u. Scholz, M.: Wirtschaftsinformatik, Eine Einführung, München u. Wien 2007
NetSkill AG: Der SCM-Markt im Überblick, in http://www.competence-site.de/pps.nsf/BFF19F025BF4C03BC1256CBB0051313D/$File/e_interview_scm_markt.pdf, zugegriffen am 16.06.2008
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Excellence im Handel, Wiesbaden 2005,
Werner, H.: Supply Chain Management. Grundlagen, Strategien, Instrumente und
Controlling, Gabler; Auflage: 3., vollst. üb. u. erw. A. (2008)
Aufteilung
Lena Herrmann: Definition, Entstehung
Monika Borzek: Funktionszweck / Funktionsweise eines SCM- Systems, technische Struktur (Programmiersprache, Datenbank, Architektur)
Mathias Stein: Beispiele für SCM- Systeme / Marktanalyse, Chancen und Risiken von SCM- Systemen
Alle: Fazit


