Pressemitteilung

Großzügige Bücherspende für die Bibliothek der EUFH:

Die Studierenden der Europäischen Fachhochschule (EUFH) freuen sich über etwa hundert hoch interessante neue Bücher, die ihnen ab sofort in ihrer Bibliothek zur Verfügung stehen. Ursula Forschbach, die Frau des vor etwa zwei Jahren verstorbenen bekannten Brühler Wissenschaftsjournalisten Edgar Forschbach, stellte jetzt die Bücher aus dem Nachlass ihres Mannes der Brühler Hochschule zur Verfügung.{{image::daten/bilder/news-events/presse/000080-1.jpg?alt=Ursula Forschbach und Rektor Professor Dr. Jürgen Dröge}}„Mein Mann hat sich immer ganz besonders für die Förderung der Jugend eingesetzt. Deshalb sind seine Bücher hier genau an der richtigen Stelle”, so Ursula Forschbach während eines Besuchs in der Hochschule.Der Brühler Mathematiker Edgar Forschbach war ein Pionier des Wissenschaftsjournalismus. Fast 25 Jahre lang war er Leiter des Ressorts Wissenschaft beim Deutschlandfunk in Köln. Die von ihm begründete tägliche Wissenschaftssendung „Forschung aktuell” wird bis heute jeden Nachmittag im Rundfunk ausgestrahlt. Forschbach war im Vorstand der Wissenschaftspressekonferenz (WPK) und Verfasser vieler spannender wie außergewöhnlicher Bücher, zum Beispiel eines mit dem viel versprechenden Titel: „Die Welt will belogen sein. Ein heiterer Wegweiser für Freunde des schönen Scheins”.Der Wissenschaftsjournalist beschäftigte sich besonders intensiv mit der Spieltheorie. Viele der jetzt den Studierenden zur Verfügung stehenden Bücher haben daher diesen interessanten Zweig des Entscheidungsmanagements zum Thema. Dabei geht es um Konfliktsituationen, in denen sich zwei oder mehrere „Spieler” gegenüber stehen, die alle eigene Ziele verfolgen, deren Entscheidungen aber zugleich vom Handeln der „Mitspieler” abhängen.Die Spieltheorie kann für die Brühler Studierenden der Wirtschaftsbereiche Handel, Industrie, Logistik und Bauwirtschaft ausgesprochen lehrreich sein. „Die Spieltheorie hilft dabei, das strategische Verhalten von Akteuren im Wirtschaftsleben zu analysieren”, sagt Professor Dr. Marc Kastner, Hochschullehrer an der EUFH. „Die Beschäftigung mit spieltheoretischen Experimenten fördert die Kooperationsfähigkeit und den Aufbau von Vertrauen.”Ein typisches Beispiel ist das so genannte „Gefangenen-Dilemma”, bei dem zwei Gefangene verdächtigt werden, eine gemeinsame Straftat begangen zu haben, für die eine Höchststrafe von fünf Jahren droht. Gesteht nun einer der Beiden die Tat und belastet damit seinen Komplizen, dann kommt er straflos davon, während der Partner die vollen fünf Jahre absitzen muss. Schweigen beide, so können sie aufgrund von Indizien nur zu je einem Jahr Haft verurteilt werden. Wenn beide gestehen, haben sie mit je vier Jahren Haft zu rechnen. Beide Gefangenen werden unabhängig voneinander befragt.Da es keine Möglichkeiten zur Absprache gibt, stehen die beiden Übeltäter aus dem Experiment vor einer kniffligen Entscheidung. Die Studierenden der EUFH dagegen haben die Chance, mit noch mehr Freude zu lernen. Im Namen aller Studierenden bedankt sich die Hochschule für diese Gelegenheit und die großzügige Bücherspende.