Forschungsschwerpunkte

Die Forschung der EU│FH an der EU│FH Health School ist zu einem großen Teil in ihren Forschungsthemen und -kompetenzen in drei übergeordnete Forschungsschwerpunkte, die gesellschaftliche Zukunftsfragen aufgreifen und hierzu in inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit an Lösungsvorschlägen und somit aus einer ganzheitlichen Perspektive mitarbeiten, gebündelt. Ergänzt werden die Schwerpunkte durch individuelle Forschung oder Projekte in fachlichen Kontexten.

Forschungsschwer​punkt "Demografie"

Unter der Überschrift „Demografie“ werden die Forschungsaktivitäten aller forschenden Instanzen der EU│FH gebündelt, die sich mit den Auswirkungen der sich ändernden Altersstruktur der Bevölkerung befassen. Innerhalb dieses Forschungsschwerpunkts arbeiten interdisziplinäre Teams gemeinsam an Projekten, die sich mit den Herausforderungen des demografischen Wandels auf Ebene von Individuen, Gesellschaft und Unternehmen befassen und praxisorientierte Lösungsansätze entwickeln. Aus Sicht der Gesundheitswissenschaften ist der Erhalt von Gesundheit und Autonomie bis in die späten Lebensjahre relevant.

Eines dieser Projekte ist das transdisziplinäre Projekt “Gelingende Kommunikation im Alter” [LINK], welches unter dem Förderkennzeichen 03FH006SX4 von 11/2014 bis 10/2017 in der Förderlinie SILQUA-FH des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung, Forschung an Fachhochschulen zu Sozialen Innovationen und Lebensqualität im Alter) gefördert wurde. Diese zielt auf Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Akteure im sozialen Umfeld von Senioren zur Aktivierung von Potentialen älterer Menschen vor und nach dem Eintritt in den Ruhestand durch altersgemischte Kommunikation. Das dabei entwickelte gesprächsanalytische Forschungsvorgehen wird in studentischen Qualifikationsarbeiten eingesetzt und kann und soll in Zukunft in weiteren Themenfelder im Forschungsschwerpunkt angewendet werden.

Forschungsschwerpunkt "Qualitätssignale"

Dieser Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich mit intrinsischen und extrinsischen Qualitätssignalen sowie deren Wirkung auf die relevanten Zielgruppen. Als intrinsische Qualitätssignale werden die Merkmale eines Produkts oder einer Leistung verstanden, sie sind also Teil der Leistung oder des Leistungserstellungsprozesses, während extrinsische Qualitätssignale zwar mit der Leistung in Verbindung stehen, aber nicht Teil der Leistung selbst sind. Extrinsische Qualitätssignale sind in der Regel Teil des Marketings, wie z.B. Qualitäts- oder Herkunftssiegel.

Der Hochschulbereich Gesundheit beschäftigt sich vor allem mit intrinsischen Qualitätssignalen, indem in Forschungsprojekten wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit therapeutischen Handelns beforsch werden (Erstellung einer spezifischen Form von Qualitätssignalen). Angesiedelte Drittmittelprojekte waren in der Gründungszeit des Schwerpunktes 2012 bis 2014 „Therapie der Wortfindungsstörung bei Kindern mit Williams-Beuren-Syndrom“ und anschließend das DYSTEL-Projekt („Dysgrammatismustherapie – Effektivität und Lernkurven“, Laufzeit bis 6/2017, EU│FH-Forschungsfond), beide am LIN.FOR durchgeführt. Aktuelles Drittmittelprojekt des Hochschulbereichs Gesundheit ist das von Elsevier finanzierte Projekt PDSS – Digitalisierung der Patholinguistischen Diagnostik (Prof. Siegmüller in externer Kooperation mit Prof. Kauschke, Professur für Klinische Linguistik Universität Marburg, Laufzeit 2017-2020).

Forschungsschwerpunkt „Kompetenzorientiertes ​Duales Studium“

In diesem Forschungsschwerpunkt wird die kompetenzorientierte Lehre im Rahmen des dualen Studiums mit seinem besonderen Fokus auf die Verzahnung von Theorie und Praxis untersucht. Hierzu gehört allen voran die Durchlässigkeitsforschung des baBI-Projektes (BMBF, Kennziffer 16OH 21029, 2014-2020, Prof. Siegmüller), in dem der Frage der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung sowie zwischen den verschiedenen Qualifikationsstufen der hochschulischen Bildung nachgegangen wird. Darüber hinaus besteht die Beforschung und Evaluierung von kompetenzorientierten Curricula und Prüfungssystemen. Der Forschungsschwerpunkt wurde gegründet, um das Engagement vieler Beteiligter in der Entwicklung von Kompetenzorientierung im dualen Studium zu würdigen. Deutlich wird dies z.B. an der gemeinsamen Publikation über das kompetenzorientierte Prüfungssystem FAKE der Professoren Siegmüller, Hansis, Precht und Rausch. Auch die hochschuldidaktische Beforschung der Forschungsseminare auf BA- und MA-Ebene ist in diesem Forschungsschwerpunkt anzusiedeln. Hier arbeiten die Professoren Breckenfelder und Aygün gemeinsam an einer Evaluationsform dieser Seminare, aktuell im Rahmen intern finanzierter Vorarbeiten.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Julia Siegmüller Professur für Therapieforschung und -methodik 0381 8087-126 j.siegmueller@eufh.de
Bettina Führmann Referentin für Forschungsförderung 02232 5673-160 b.fuehrmann@eufh.de