Pressemitteilung

Studierende als Unternehmensberater für einen Abend:

Brühl. In dieser Woche fand wieder eine Veranstaltung aus der Reihe Kaminzimmergespräche an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) statt, zu der Studierende der Dynamic Campus Initiative (DCI) regelmäßig Referenten aus der Wirtschaft einladen. Diesmal ging es um Wirtschaftsinformatik und IT-Beratung. Zu Gast waren drei Vertreter der renommierten Unternehmensberatung Accenture, die für ihr studentisches Publikum eine spannende Fallstudie im Gepäck hatten. Ähnlich wie in der Praxis von Accenture schlossen sich Projektteams zusammen und erarbeiteten Lösungen für konkrete Probleme eines global agierenden Textilkonzerns, um die Ergebnisse anschließend einer strengen Jury aus professionellen Unternehmensberatern und EUFH-Professoren für Wirtschaftsinformatik zu präsentieren.{{image::daten/bilder/news-events/presse/000177-1.jpg?alt=Unter den Besuchern von Accenture war auch der diesjährige EUFH-Absolvent Henryk Fiedler (2. von rechts).}}Unter den Gästen war auch Henryk Fiedler, der im April als Analyst bei Accenture eingestiegen ist und der zu den diesjährigen Absolventen der EUFH gehört. „Ich freue mich natürlich ganz besonders, heute hier zu sein. Im letzten Jahr habe ich noch selbst als Student an einem Kaminzimmergespräch teilgenommen.”Zunächst stellte der EUFH-Diplomand gemeinsam mit seinen Kollegen Hendrik Keiling und Markus Priller das Beratungsunternehmen vor, das flächendeckend in Deutschland für große Kunden tätig ist und Konzepte entwickelt, die nicht in der Schublade landen. Vielmehr ist es das selbst gesteckte Ziel von Accenture, die Umsetzung von Verbesserungen so lange zu begleiten, bis sich ein wirklich messbarer Erfolg einstellt. Dabei bieten die Unternehmensberater umfassende Dienstleistungen von der IT-Beratung bis hin zum Outsourcing an.Die Teilnehmer des Kaminzimmergesprächs konnten sich nicht lange in ihren bequemen Sesseln zurücklehnen. Sie mussten ran an die Probleme von „Euro Textil”, einem fiktiven börsennotierten Unternehmen, das zu den am schnellsten wachsenden Textilkonzernen weltweit gehört. Euro Textil ist in allen Geschäftsbereichen vom Einkauf über die Produktion und das Design bis hin zum Vertrieb selbst aktiv und so in der Lage, neue Mode stets schnell in den eigenen Läden in den Innenstädten zum Verkauf anzubieten. Die für die Branche typische Produktion jeweils einer Sommer- und Winterkollektion hat Euro Textil aufgegeben und kreiert stattdessen kontinuierlich neue Designs, die in relativ geringer Stückzahl auf den Markt kommen. Das soll den Anreiz der Kunden erhöhen, spontan Mode zu kaufen.Leider konnte die Gewinnentwicklung des Unternehmens nicht mit dem rasanten Umsatzwachstum in den letzten Jahren Schritt halten. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, engagierte Euro Textil studentische Berater von der EUFH. Die „Consulter” hatten die Aufgabe, den Trend der sinkenden Gewinne aufzuhalten. Durch die Einführung neuer Technologien gestalteten sie zunächst Logistikprozesse und Bezahlvorgänge kostengünstiger und fanden innovative Lösungen für das in der Branche generell auftretende Problem von Restmengen unverkaufter Ware. Die wohl kniffligste und zugleich für Wirtschaftsinformatik-Studenten interessanteste Aufgabe war aber eine Optimierung der vorhandenen IT-Landschaft. Die Kosten für Wartung, Betrieb und Systemintegration wurden spürbar gesenkt und Hard- wie Software an neue Herausforderungen angepasst.90 Minuten diskutierten die Studierenden, wälzten Bücher, berechneten Zahlen und Prozente und stellten in Windeseile eine Präsentation zusammen. Die kreativen, frischen Ideen der Unternehmensberater für einen Abend werden die Gewinne von Euro Textil sicherlich positiv beeinflussen. Die Jury jedenfalls war beeindruckt von der Vielfalt an guten Vorschlägen. Beim Kölsch saßen die echten Unternehmensberater noch lange mit den Studierenden am Kamin und berichteten von ihren Erfahrungen oder beantworteten viele Fragen.