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19.10.2022
News

Studierende wecken ihre Potenziale

Laura möchte die Akademisierung der Gesundheitsberufe vorantreiben. Kathinka sah sich zunächst als klassische Dozentin, stattdessen lehrt und organisiert sie andere Ausbilder:innen. Und Margarita entdeckt völlig neue Felder, auf denen sie andere fortbildet. Sechs Studierende der EU|FH berichten, wie das Masterstudium ihren Beruf zur individuellen Berufung formte.

protokolloiert von Jule Fuchs

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Eva

Traumjob: Kita-Leiterin | Soziale Arbeit und Pädagogik (M.A.)

„Ich möchte meine Interessen für Pädagogik und Management vereinen. Und meinen beruflichen Horizont auf Soziale Arbeit ausweiten.“

Eva | Soziale Arbeit und Pädagogik (M.A.)

Irgendwann möchte Eva eine Kita leiten. Aber die Verantwortung wiegt ihr noch zu schwer. Eva macht gerade ihren Master in Soziale Arbeit und Pädagogik. Ehrenamtlich engagiert sie sich in der Behindertenhilfe. Hauptamtlich arbeitet sie halbtags als Verantwortliche für die Stadtjugendpflege im Jugendamt und beschert Kindern und Jugendlichen Ferienabenteuer und Freizeitangebote. 

Bereits in der Schule hatte Eva einen Leistungskurs in Pädagogik belegt. Den machte sie mit ihrem Bachelorabschluss in „Pädagogik der Kindheit und Familienbildung“ zum Beruf – mit staatlicher Anerkennung. Im Jahr 2021 startete sie in den Master.

Ich möchte meine Interessen für Pädagogik und Management vereinen. Und meinen beruflichen Horizont auf Soziale Arbeit ausweiten. Deshalb vertiefe ich meine Kompetenzen im Management von sozialen Einrichtungen”, sagt Eva.

Die von ihr gewählte Vertiefung passt auf ihren Traumberuf als Kita-Leiterin. Auch ihr Job in der Verwaltung erfüllt die Pädagogin zu ihrer eigenen Überraschung. Eva faszinieren die Organisations- und Managementprozesse hinter der sozialen und pädagogischen Arbeit. 

Deshalb möchte sie nach ihrem Masterabschluss zunächst ihre halbe Stelle aufstocken und ehrenamtlich weiter ihrer Berufung im Bereich der Behindertenhilfe folgen.  

Ich habe vor meinem Masterstudium gedacht, dass ich direkt in eine Kita einsteige. Aber es ergab sich eine ungeplante Möglichkeit, die nach mir rief. Die Stelle bei der Stadt erleichtert mir sogar einen internen Wechsel in eine städtische Kita. Ich möchte unbedingt eine Kita leiten – mit bestmöglichem Wissen und allen notwendigen Qualifikationen.

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Kathinka

Traumjob: Konzepterin, Gesundheitscoach oder Dozentin | Gesundheitsbildung und -pädagogik (M.A.)

„Sicher wird es ungewohnt, von der Behandlung an den Schreibtisch zu wechseln. Aber ich arbeite weiterhin mit Menschen, ich helfe einfach zu gerne.”

Kathinka | Gesundheitsbildung und -pädagogik (M.A.)

Kathinka kann sich nicht entscheiden. Der Master in Gesundheitsbildung und -pädagogik öffnet der staatlich anerkannten Ergotherapeutin ungeahnte Perspektiven

Zu Beginn ihres Masterstudiums wollte sie als klassische Dozentin an einer Berufsfachschule für Ergotherapie arbeiten. Dafür schlug ihr Herz, wie sie sagt. Und vielleicht als Honorardozentin im Gesundheitsbereich unterrichten. Doch jedes Semester konkretisierte Kathinkas Vorstellung ihres Traumjobs.

Das Masterstudium ist klasse. Die Dozent:innen, ihre Lebensläufe und beruflichen Laufbahnen inspirieren mich sehr. Der hohe Anteil an Live-Online-Veranstaltungen im Studium zeigt mir neue Möglichkeiten abseits vom klassischen Präsenzunterricht”, sagt Kathinka.

Das Studium hat ihr geholfen zu erkennen, dass sie Menschen gern schon früher mit Gesundheitsangeboten erreichen möchte. Bevor die Menschen ernsthaft krank werden dafür sorgen, dass sie gesund bleiben. Dafür erträumt Kathinka sich irgendwann Menschen rund um das Thema Gesundheit zu coachen und beginnt deshalb nach dem Master eine Ausbildung zum Coach.

Kathinka: „Ich arbeite weiterhin gerne mit Menschen, ich helfe einfach zu gerne. Durch das Masterstudium ist mir bewusstgeworden, dass das aber nicht im Rahmen der klassischen Ergotherapie stattfinden muss bzw. kann.

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Madeleine

Traumjob: Weiterbildungslehrerin für Dentalhygiene | Gesundheitsbildung und -pädagogik (M.A.)

„Künftig möchte ich noch mehr über den Tellerrand schauen, mich weiterbilden und Wissen weitergeben. Wir brauchen mehr Fachpersonal. Ich kann mir gut vorstellen, andere zu schulen.”

Madeleine | Gesundheitsbildung und -pädagogik (M.A.)

Patient:innen helfen. Beschwerden lindern. Dentalhygieniker:innen weiterbilden. Madeleine Knarr möchte sich auf mehreren Feldern verwirklichen. Hauptsache Dentalbranche. 

Die Zahnmedizinische Fachangestellte hat einen Bachelor in Dentalhygiene & Präventionsmanagement (B.Sc.) Aktuell sattelt sie einen Master in Gesundheitsbildung & -pädagogik auf. 

Ich stehe für mehr Qualität und Kompetenz in der Dentalhygiene. Patient:innen erzählen mir oft von ihren schlechten Erfahrungen, die sie bei der Zahnreinigung gesammelt haben. In Zeiten des Fachkräftemangels führt leider manchmal nicht entsprechend weitergebildetes Personal zum Beispiel Zahnreinigungen durch„, sagt Madeleine.

Das will sie ändern. Die Dentalhygienikerin möchte in ihrem Master Kompetenzen erlangen, mit denen sie andere bestmöglich aus- und weiterbilden kann. Ursprünglich wollte Madeleine nach ihrem Master an einer Berufsschule unterrichten. Mittlerweile verwirklicht sie sich allerdings in der Prophylaxeabteilung einer Zahnarztpraxis. Dafür wechselte sie während des Studiums ihren Job. Während sie ihre Masterarbeit schreibt, entwickelt sie Ideen und Konzepte, die sie anwenden möchte. 

Madeleine: „Ich verfolge einen hohen Anspruch. Ich behandele meine Patient:innen mit bestem Wissen und Gewissen. Künftig möchte ich noch mehr über den Tellerrand schauen, mich weiterbilden und Wissen weitergeben. Wir brauchen mehr Fachpersonal. Ich kann mir gut vorstellen, andere zu schulen.

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Alina

Traumjob: Beraterin in der Kinder- und Jugendhilfe | Soziale Arbeit und Pädagogik (M.A.)

„In der Erwachsenenhilfe setze ich mich mit unterschiedlichen Bedarfen und Krankheitsbildern auseinander. In der Kinder- und Jugendhilfe begleite ich Heranwachsende in ihrer persönlichen Entwicklung.“

Alina | Soziale Arbeit und Pädagogik (M.A.)

In einer stationären Pflegeeinrichtung koordiniert und organisiert Alina das vom NRW-Gesundheitsministerium geförderte Projekt „Miteinander und nicht allein – im Meertal”. Sie schafft Strukturen, die Menschen in eine Gemeinschaft integrieren, in der sie sich begegnen. Sie berät Betroffene und Angehörige. 

Wenn das Projekt endet, möchte die studierte Sozialpädagogin gern von der Alten- in die Kinder- und Jugendhilfe wechseln. Dafür sattelt sie nebenberuflich ihren Master in Soziale Arbeit und Pädagogik (M.A.) auf. 

Alina sagt: „In der Erwachsenenhilfe setze ich mich mit unterschiedlichen Bedarfen und Krankheitsbildern auseinander. Ich lerne von Klient:innen und profitiere von ihren Erfahrungen. In der Kinder- und Jugendhilfe ist das anders. Ich begleite Heranwachsende in ihrer persönlichen Entwicklung. Sie lernen von mir.

Dieser Wechsel birgt neue Herausforderungen, die Alinas Ehrgeiz kitzeln. Bereits während ihres Bachelorstudiums mochte sie es, wenn sie theoretisch erworbenes Wissen in ihrem Berufsalltag anwenden konnte. Das Masterstudium verstärkt ihren Drang. An der EU|FH trifft sie andere Studierende, die mitten im Berufsleben stehen und aus ihrem Alltag berichten. Dozent:innen erzählen aus ihrer Laufbahn. So entwickelte Alina eine individuelle Vision, wie und wo sie sich beruflich verwirklichen will.

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Margarita

Traumjob: Interaktive und handlungsorientierte Lehrende für Logopädie | Gesundheitsbildung und -pädagogik (M.A.)

„In der Erwachsenenhilfe setze ich mich mit unterschiedlichen Bedarfen und Krankheitsbildern auseinander. In der Kinder- und Jugendhilfe begleite ich Heranwachsende in ihrer persönlichen Entwicklung.“

Margarita | Gesundheitsbildung und -pädagogik (M.A.)

Fast fünf Jahre therapierte Margarita als staatlich geprüfte Logopädin Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Nebenberuflich machte sie ihren Bachelor. Seit dem Jahr 2020 bildet sie andere an einer Berufsfachschule zu Logopäd:innen aus.  

Aber wie funktioniert Lernen im Erwachsenenalter? Wie erreicht und bereichert Margarita ihre Lernenden ganz individuell? Diese Fragen trieben die Dozentin zum Master in Gesundheitsbildung & -pädagogik an die EU|FH. Mit dem Studium wollte die Berufsschullehrerin ihr Wissen und ihre Erfahrung als Logopädin mit pädagogischem Know-how fundamentieren

Die Studieninhalte vervollkommnen meinen Lehrstil und meine Unterrichtsgestaltung. Ich möchte meine Lehre noch handlungsorientierter und interaktiver gestalten. Darüber hinaus eröffnet mir das Studium ein neues berufliches Feld in der Prävention. Wie bewältigen Lernende Anforderungen und Stress? Wie können Lehrer:innen ihre Auszubildenden achtsam begleiten?„, sagt Margarita. 

Die Lehrerin verknüpft therapeutisches und didaktisches Wissen mit Präventionsthemen. In ihren Augen bildet das eine Grundlage für viele Veranstaltungen begleitend zu Ausbildung und Beruf.

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